Antoine Simon

Simon  Antoine 22 Petits Morceaux D Ensemble Vol 1  Ens183

22 petits morceaux d’ensemble
Volume 1 - Brass Quartets
für Blechbläserquartett

Simon  Antoine 22 Petits Morceaux D Ensemble Vol 2  Ens184

22 petits morceaux d’ensemble
Volume 2 - Brass Quintets
für Blechbläserquintett

Simon  Antoine 22 Petits Morceaux D Ensemble Vol 3  Ens185

22 petits morceaux d’ensemble
Volume 3 - Brass Sextets
für 6 Blechbläser

Simon  Antoine 22 Petits Morceaux D Ensemble Vol 4  Ens186

22 petits morceaux d’ensemble
Volume 4 - Brass Septets
für 7 Blechbläser

Antoine Simon (1850-1916)

Die biographischen Notizen, die in den gängigen Musiklexika über die frühen Jahre dieses in Russland tätigen französischen Komponisten und Dirigenten zu lesen sind, sind bestenfalls nicht nachweisbar. Antoine Jules Simon soll zum Beispiel am 5. August 1850 in Paris geboren worden sein. Ausserdem soll er seine musikalische Ausbildung dort am Conservatoire National Supérieur de Musique bei Antoine François Marmontel (1816-98) - einem begabten Pedägogen, der Albéniz, Bizet, d’Indy und Wieniawski unter seinen Klavierschülern zählte -, Jules-Laurent Duprato (1827-92) und anderen erhalten haben.

Heutige Recherchen aber zeigen keine Spuren von unserem Simon am Pariser Konservatorium, so dass er bei Marmontel und Duprato bestenfalls privat studiert haben kann. Ausserdem wurde sein Geburtsdatum vielleicht mit dem russischen Kalender verändert, denn kein Antoine Jules Simon erblickte am 5. August 1850 in Paris das Licht der Welt, aber dieses Datum im Gregorianischen Kalender ist der 24.(!) Juli im Julianischen. Und am 25.(!) Juli 1850 kam ein Joseph Antoine Jules Simon auf die Welt, als Sohn des François Simon, artiste musicien, und der Marie Renault. Sie wohnten 71, rue Rochechouart, ganz in der Nähe des Konservatoriums. Das könnte unser Musiker sein.

Joseph Antoine Jules Simon könnte außerdem mit dem Posaunisten Antoine-Jean Simon (1807-1883) verwandt sein, der u.a. an der Oper tätig war und dort neben dem berühmten Soloposaunisten Dieppo spielte. Aber selbst wenn das nicht stimmen würde, trotz der frappanten Ähnlichkeit der Namensgebung, wird er in einer musikalischen Umgebung aufgewachsen sein.

1871, als Frankreich und Preußen Frieden schlossen, wanderte Simon nach Moskau aus, wo er Direktor des Théâtre Bouffe wurde. Von dann an hörte er auf den Namen Anton Juliewitsch Simon. Zwanzig Jahre später begann er, an der Musikschule der Moskauer Philharmonischen Gesellschaft Klavier zu unterrichten. Schließlich erhielt er 1897 den Titel eines Superintendanten der Orchester der Kaiserlichen Theater (Bolschoi-Theater) und des Musikalischen Leiters des Alexandrow’schen Militärinstituts, beide in Moskau. Er starb am 1. Februar 1916 in St. Petersburg.