Louis Davidson

Louis Davidson

Louis Davidson (1912-1999)

Louis Davidson, geboren am 16. März 1912 in New York, war in der Musikwelt eine international anerkannte Autorität. Er begann sein Trompetenstudium mit elf Jahren bei Max Schlossberg, dem angesehensten Lehrer seiner Zeit. Mit vierzehn spielte Davidson bereits in Lichtspieltheatern in und um New York. Ein Jahr später trat er an Bord des Transatlantik Dampfers S.S. Leviathan auf und gelangte so mehrmals nach Europa. Als Sechzehnjähriger wurde er von Fritz Reiner ins Symphonieorchester von Cincinnati verpflichtet, wo er fünf Jahre lang blieb.

1933 kehrte er nach New York zurück und spielte dort als regelmässiges Mitglied der Orchester der Ballets russes von Monte Carlo, des Radio City Music Hall, als Solist in verschiedenen Rundfunkprogrammen und ständiger Mitarbeiter beim Sender NBC. Mit dreiundzwanzig wurde er von Artur Rodzinski als Solotrompeter ins Cleveland Symphony Orchestra berufen. ln dieser Stellung spielte er nach Rodzinskis Weggang auch unter den Chefdirigenten Erich Leinsdorf und George Szell. lm Sommer 1941 war er unter den sechs Trompetern, die Arturo Toscanini engagiert hatte, unter seiner Leitung im Teatro Colon in Buenos Aires zu spielen.

1958 trat Davidson von seinem Posten im Cleveland-Orchester zurück, wo er 23 Jahre lang als Solotrompeter unter den grössten Dirigenten jener Zeit - Stokowsky, Rei­ner, Strawinsky, Dorati und Bruno Walter - gewirkt hatte. David­sons Soli auf den zahlreichen Aufnahmen des Cleveland Orchesters werden weitherum gelobt. Trotz seinen zahlreichen Konzertverpflichtungen fand Louis Davidson Zeit zum Unterrichten. Welchen Erfolg er darin hatte, zeigt die Zahl seiner Schüler, die in amerikanischen und eu­ropäischen Orchestern oder in anderen musikali­schen Bereichen tätig waren und sind.

Davidson lehrte an der Western Reserve University, dem Cleveland lnsti­tute of Music, dem Oberlin College und unterrich­tete auch privat. Unter anderem veröffentlichte er Transkriptionen eines Werkes von Beethoven und zweier von Bach. Ab 1963 lebte Louis Davidson in Bloomington, wo er zum erlesenen Lehrerkollegium der angesehe­nen Musikfakultät der Indiana University gehörte.

Louis Davidson starb am 30. März 1999 in Studio City, Kalifornien.