Biagio Marini

Marini Biagio Sonata Tb37

Sonata op. 8 N° 9
für 2 Bassposaunen und Continuo

Biagio Marini (1597-1665)

Biagio Marini wurde 1597 in der hochmusikalischen, lombardischen Stadt Brescia (Italien) geboren, die ab Beginn des XVI. Jhdt. ein Zentrum der Orgel-, Lauten- und  Violen-Manufaktur war und zur Hochburg des Violinenbaus wurde.  Mit 18 war Marini als Violinist am Markusdom in Venedig tätig und veröffentlichte dort 1617, beeinflusst von Monteverdi, seine  «Affetti Musicali, Opus 1», eines der grundlegenden Werke dieser Zeit. Nach dem Tod seiner Gemahlin ging der junge Komponist zurück nach Brescia (1920) wo er musikalischer Direktor an der Kirche Sankt Euphemia wurde. Danach wurde er an den Hof von Ferdinand Gonzaga nach Parma berufen und anno 1623 in den Dienst des Herzogs und Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm auf das Wittelsbacher Schloss Neuburg an der Donau.Hielt sich auch in Düsseldorf , Brüssel, sowie1626 mit seiner zweiten Gemahlin  einige Monate in München auf.

Über seine Tätigkeit zwischen 1627 und 1640 fehlt jegliche Dokumentation. Vermutlich verbrachte er die meiste Zeit in Italien: seine dritte Gattin, 1630 geheiratet, war in Mailand ansässig. In diesen vierzehn Jahren veröffentlichte Marini die Werke, die er am Hofe Neuburg komponiert hatte. 1640 wurde er Kapellmeister an der Accademia della Morte in Ferrara und zwei Jahre danach an der Kirche Santa Maria della Scala in Mailand. In Parma war er Mitglied der «Occulti», einer Gesellschaft zur Förderung der schönen Künste. Schliesslich liess er sich in Venedig nieder, wo er bis zum seinem Tode 1665 verweilte.

Marini war wohl ein virtuoser Künstler auf verschiedenen Instrumenten. Seine zahlreichen Canzonen sind Beweise seiner Affinität zu den Blechblasinstrumenten: er verbrachte mehrere Jahre in Süddeutschland, wo der Blechblasinstrumentenbau damals unübertroffen florierte.